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Auszeichnung für erfolgreiches Umweltmanagement

„Nachhaltigkeit für Region und Umwelt“ lautet einer der Leitsätze der Mainau GmbH. Jetzt wurde dem Unternehmen im 22. Jahr dieses anspruchsvolle betriebliche Umweltzertifikat auf europäischer Ebene für weitere drei Jahre verliehen. Als erstes Tourismusunternehmen in Deutschland hat die Insel Mainau bereits seit 1998 das europäische Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) als zentralen Bestandteil des Managements implementiert. Auch für die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) sind Umwelt- und Klimaschutz seit vielen Jahren fester und zentraler Bestandteil der Unternehmenspolitik. „Denn als lokaler Akteur tragen wir die Verantwortung dafür, den Lebensraum Bodensee und eine lebenswerte Umwelt zu erhalten. Daher haben wir uns freiwillig zur kontinuierlichen Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes verpflichtet und wollen mit Blick auf die Zukunft den Einklang zwischen neuen Technologien und der Tradition schaffen. Gesetzliche Forderungen und behördliche Auflagen einzuhalten, stellt für die BSB insofern nur eine Mindestanforderung dar – auch wir gehen deutlich darüber hinaus“ so Frank Weber, Geschäftsführer der Bodensee-Schiffsbetriebe. Die BSB wurden bereits im Jahr 2001 als europaweit erstes Binnenschifffahrts-Unternehmen erstmals mit dem Zertifikat ausgezeichnet und sind somit Pionier in der Branche. Die Zertifizierung für alle BSB-Standorte (Konstanz, Friedrichshafen, Lindau) wurde bis 2022 wieder verlängert.

Im Zentrum der Zertifizierung stehen verschiedenste Aspekte. Dazu gehören beispielsweise die zur Verfügung stehenden Ressourcen, die Einbindung und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder die Einbeziehung von Auftragnehmern. Alle Unternehmensbereiche werden zudem permanent unter Umweltgesichtspunkten kritisch untersucht und es wird geprüft, ob sich Abläufe effizient verbessern lassen oder wie Rohstoffe eingespart und Emissionen reduziert werden können.

Gemeinsame Auszeichnung Beide Unternehmen erhielten am 27. Januar die Registrierungsurkunde von dem Referenten des Geschäftsfelds Innovation und Umwelt/Energie der IHK Hochrhein-Bodensee, Michael Zierer. In seinem Grußwort betonte er: „Die Menschheit steht vor wichtigen Weichenstellungen. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob und wie wir die globalen Herausforderungen von Klimawandel, demographischer Entwicklung und knapper werdenden Ressourcen meistern. Beide hier ausgezeichneten Unternehmen, die Mainau GmbH und die Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH, haben ein Statement abgegeben, dass Umweltschutz nicht nur einen Maßnahme für den Moment ist, sondern eine Daueraufgabe mit Verantwortung.“ Bettina Gräfin Bernadotte freut sich, dass die Insel Mainau nun schon seit 22 Jahren das erneut erlangte EMAS-Label tragen darf. „Die Mainau GmbH strebt fortwährend nach einer Balance aus ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten im Sinne der Nachhaltigkeit. Wir sind stolz auf die Anerkennung dafür, dass konkrete Maßnahmen im Alltagsbetrieb vorbildlich umgesetzt werden, und dass im Unternehmen nicht nur die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden, sondern darüber hinaus mit zahlreichen Einzelmaßnahmen belegbare Verbesserungen in der Umweltrelevanz erreicht werden konnten“ resümiert die Geschäftsführerin der Insel Mainau.

Hintergrund EMAS Das Gemeinschaftssystem für das freiwillige Umwelt-Management und die Umweltbetriebsprüfung (Eco-Management and Audit Scheme, EMAS) ist ein von den Europäischen Gemeinschaften 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Dabei setzt EMAS auf die freiwillige Teilnahme von Unternehmen und geht über die gesetzlichen Regelungen hinaus. Seit 1993 können in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufgrund einer EU-Verordnung gewerbliche Unternehmen und andere Organisationen an dem einheitlichen System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung teilnehmen. Die freiwillige Umweltprüfung wird alle drei Jahre wiederholt. Dabei werden den externen Umweltbetriebsprüfern eine Bilanz des Erreichten, sowie neue Maßnahmen innerhalb des betrieblichen Umweltpro-gramms der jeweiligen Unternehmen vorgelegt.